Allgemeine UAS-Technik: Aufbau, Klassen C0–C4 und Akku
Die allgemeine UAS-Kunde behandelt die technischen Grundlagen unbemannter Luftfahrzeuge: wie eine Drohne aufgebaut ist und fliegt, welche C-Klassen es gibt und wie du mit Akkus sicher umgehst. Dieses Themengebiet ist ein eigenes Prüfungsfach im EU-Kompetenznachweis A1/A3.
Stand: 06/2026
Aufbau und Funktionsweise einer Drohne
Die meisten in der Kategorie Offen genutzten Drohnen sind Multikopter — Fluggeräte mit mehreren Rotoren, am häufigsten vier (Quadrokopter). Auftrieb und Steuerung entstehen allein durch die unterschiedliche Drehzahl der Motoren. Die wichtigsten Baugruppen sind:
- Motoren und Propeller: erzeugen Schub; gegenläufig drehende Propeller gleichen das Drehmoment aus.
- Flugregler (Flight Controller): das „Gehirn" der Drohne; verarbeitet Sensordaten und stabilisiert die Fluglage.
- Sensorik: Lagesensoren (Gyroskop, Beschleunigungssensor), Barometer für die Höhe sowie GNSS (z. B. GPS) für die Positionsbestimmung.
- Akku: versorgt die gesamte Drohne mit Energie und bestimmt maßgeblich die Flugzeit.
- Fernsteuerung und Funkverbindung: übertragen die Steuerbefehle und meist auch das Videobild.
Viele Drohnen halten mithilfe von GNSS und Sensorik selbstständig die Position. Bei schwachem Satellitenempfang oder magnetischen Störungen kann diese Stabilisierung jedoch ungenau werden — der Fernpilot muss dann manuell eingreifen können.
Die C-Klassen C0 bis C4
Nach der EU-Verordnung 2019/945 werden Drohnen in Klassen eingeteilt, die mit einem C-Klassen-Label gekennzeichnet sind. Die Klasse bestimmt zusammen mit dem Gewicht (MTOM, maximale Startmasse), in welcher Unterkategorie geflogen werden darf:
C0 — unter 250 g
Sehr leichte Drohnen unter 250 g. Betrieb in A1 (nahe an Menschen). Für reine C0-Drohnen ohne Kamera ist häufig kein Kompetenznachweis nötig.
C1 — unter 900 g
Drohnen unter 900 g mit erhöhten Sicherheitsanforderungen. Betrieb in A1, erfordert den EU-Kompetenznachweis A1/A3.
C2 — unter 4 kg
Drohnen unter 4 kg. Betrieb in A2 mit Sicherheitsabstand zu Personen; erfordert zusätzlich das A2-Fernpiloten-Zeugnis.
C3 & C4 — unter 25 kg
Größere bzw. einfache Drohnen unter 25 kg. Betrieb in A3 (fern von Menschen); abgedeckt durch den EU-Kompetenznachweis A1/A3. C4 sind Modelle ohne automatisierte Steuerungsfunktionen.
LiPo-Akkus: sicherer Umgang
Die meisten Drohnen nutzen Lithium-Polymer-Akkus (LiPo). Sie liefern viel Energie bei geringem Gewicht, reagieren aber empfindlich auf Beschädigung, Überladung und Tiefentladung. Für den sicheren Umgang gilt:
- Akkus nur mit dem passenden Ladegerät und unter Aufsicht laden — nie unbeaufsichtigt.
- Beschädigte, aufgeblähte oder beschädigte Akkus nicht mehr verwenden; ein aufgeblähter Akku ist ein deutliches Warnzeichen.
- Akkus vor Hitze, Kälte und mechanischer Belastung schützen; kalte Akkus liefern deutlich weniger Leistung.
- Vor dem Flug die Ladung prüfen und stets eine ausreichende Reserve für eine sichere Landung einplanen.
- Akkus fachgerecht und getrennt vom Hausmüll entsorgen.
Rechtsgrundlagen & Quellen
- Anforderungen & C-Klassen, Durchführungsverordnung (EU) 2019/947: eur-lex.europa.eu
- Informationen für Fernpiloten: dipul.de
Stand: 06/2026 — Maßgeblich ist stets die jeweils aktuelle Fassung der genannten Rechtsvorschriften.
Hinweis: drohnenfuehrerschein-trainer.de ist ein unabhängiges Übungstool zur Prüfungsvorbereitung und ersetzt nicht den offiziellen EU-Kompetenznachweis A1/A3. Dieser wird ausschließlich vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) nach bestandener Online-Prüfung ausgestellt. Die Inhalte dieser Seite dienen der Vorbereitung und stellen keine Rechtsberatung dar.
UAS-Technik gezielt üben
Vertiefe dein Wissen zu Aufbau, C-Klassen und Akku-Sicherheit mit praxisnahen Übungsfragen und KI-Erklärungen zu jeder Antwort. 30 Fragen kostenlos testen, ohne Zeitlimit, ohne Kreditkarte.
Jetzt registrieren